Trackspatz auf Weltreise

Moldauer „Super-Markt“

Moldauer „Super-Markt“

Moldawien ist ein armes Land. Man sieht und spürt es allerorten.
Aber man sieht auch, dass und wie die Moldawier sich bemühen, aus der gegebenen Kargheit etwas zu gestalten. Aber die Ärmlichkeit ist einfach da.
Eigentlich wollten wir uns ja diesmal gar nicht in diesem Land aufhalten, sondern nur nach Rumänien durchsausen. Aber jetzt hatten wir unsere ukrainischen „Kopeken“ in moldawische „Leu“ getauscht. Die wollten wir sinnvoll nutzen und unsere Lebensmittelvorräte auffüllen. In einer Kleinstadt entdeckten wir einen Laden. „MARKET“ stand groß über der Tür. Prima. Genau das, was wir suchten.
Drinnen kamen wir uns dann vor wie in einem Baumarkt, der Regale verkauft: Leer.
Das einzige, was zumindest optisch gefüllt war, waren Getränkeflaschen. Limonade und Bier halten sich ja lange. Ansonsten gähnende Leere. Im Süßwarenregal baumelte eine einzelne Bonbontüte.
Die Wursttheke - ach besser nicht drüber reden.
Wir kauften schließlich den Inhalt eines halben Getränkeregals. War ja nicht viel, und da kann man nicht viel falsch machen.
Aber wovon leben die Einheimischen?
Gleich danach waren wir in Rumänien. Kurz hinter der Grenze ein großer LIDL-Markt.
Natürlich sind wir rein.
Und wir kamen uns furchtbar unanständig vor.
Irgendwie…

Zausel

Geschrieben von : Zausel

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Der Trackspatz guckt immer erst mal drauf, ob's sich nicht schon wieder um Werbe-Spam handelt

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Julie
Supermarkt Moldawien
Ja, allerdings.
Als unsere Tochter ein soziales Jahr in Tansania absolvierte, ist auch ihr unser Überfluss bewusst geworden. In Tansania gab es ein Jahr lang fast nur Reis oder Hirsebrei.
Als sie zurück kam und wir mit ihr einkaufen gingen, stand sie tränenüberströmt vor einem Regal und sagte: „Wer in alles in der Welt braucht 20 verschiedene Buttersorten“

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Helga Schulze
Moldawien
Wir sollten uns immer vor Augen halten, in welchen Überfluss wir in Deutschland leben und dankbar sein. Wobei die vollen Regale und die vielen Gänge in großen Supermärkten sind mir auch oft zuviel. Unsere Konsumgesellsch aft kann einem auch oft überfordern .
Wünsche Euch weiterhin gute Fahrt, schöne und beeindruckende Erlebnisse und Begegnungen.
Lbg Helga

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